PPC (Pay Per Click) – wie effektiv ist es noch?
In den letzten 7 Jahren, in denen ich mich mit Internet Marketing im allgemeinen und mit der Generierung von Traffic im speziellen beschäftigt habe, hatte ich meine Hochphasen mit beiden Techniken: Sowohl PPC, als auch SEO lieferten Besucher, die anschliessend auch Produkte über meine Links kauften.
Persönlich finde ich das beide ihren Platz haben. Der größte Vorteil bei PPC ist, dass man den Traffic fast sofort bekommt. Nachdem man seine Kampagne beispielsweise bei Google Adwords eingerichtet hat, kann man in den meisten Fällen schon nach einer Viertelstunde Besucher auf seinen Seiten haben.
Als Google Adwords noch neu war, konnte man sehr viel Geld durch sogenanntes Direct Linking machen, d.h. ohne erst vorher mühsam zig Landing Pages zu erstellen, wie es heute der Fall ist. Ich hatte zu der Zeit (muss so um 2003/2004 gewesen sein) einige Kampagnen laufen, die mir jeden Monat rund $1000 einbrachten (nach Abzug der Kosten für Adwords).
Auch zum List Building war Adwords super geeignet, da man den Traffic direkt auf eine sogenannte Squeeze-Seite führte, wo der Besucher einen kostenlosen Report angeboten bekam und wo er sich dann direkt über ein Autoresponder-Formular eintragen konnte. Dadurch konnte man den Subscribern weitere Angebote machen und so lohnte sich der ganze Aufwand.
Das war auch die Hochphase der Techniken, die von Chris Carpenter, einem US Ebook-Autoren, gelobt wurden und nach denen er sein Bestseller-Ebook benannte: Google Cash. Durch das Erstellen solcher Direct Linking Kampagnen machte er monatlich hohe 5-stellige Beträge. Dieses Ebook ist inzwischen in der 3. oder 4. Auflage erschienen, weil es ständig Änderungen bei Google gab.
Das waren damals noch schöne Zeiten. Heutzutage muss man als Affiliate schon sehr viel Geduld aufbringen, um seine Kampagnen zu erstellen und anschliessend zu testen. Denn es reicht nicht mehr, direkt auf die Salesletter zu verlinken. Wie schon erwähnt, muss man jetzt Landing Pages erstellen und zwar nicht nur eine, sondern nach Möglichkeit für jedes Keyword eine separate! Denn oberstes Qualitätskriterium ist bei Google die Relevanz.
Mit anderen Worten, wenn ein Besucher eine Google Adwords Anzeige anklickt und er hatte z.B. nach der “Atkins Diät” gesucht, dann sollte die Landeseite auch von der “Atkins Diät” handeln und auch nur Produkte bewerben, die damit zu tun haben. Wenn man allerdings Kampagnen hat, die aus hunderten von Keywords bestehen, dann wird das Ganze mit den Landing Pages und der Relevanz zum Alptraum.
Ohne Software (beispielsweise Speed PPC), die dieses Zusammenspiel von Keywords und Landing Pages automatisiert, würde man da tagelang dran sitzen und hätte noch nicht einmal die Gewissheit, dass man gute Profite machen kann. Mit der obengenannten Software hat man wenigstens noch einigermassen eine Chance. Aber manuell geht da erst recht nichts mehr.
Deswegen habe ich mich persönlich aus diesem Bereich völlig zurückgezogen. Es ist mir einfach viel zu viel Aufwand. Bei der vielen Konkurrenz blieb dann eh’ kaum noch was für einen hängen. Zumindest ist es mir bei meinen Kampagnen zuletzt immer so gegangen. Für die $0.10 Mindesteinsatz pro Klick bekommt man so gut wie keine Besucher mehr und bietet man höher hat man zwar Besucher und Käufer, aber es wird so teuer, dass kaum Profite gemacht werden können.
Für mich hat Google Adwords seinen Reiz verloren. Das heisst jetzt nicht, dass ich gar kein PPC mehr mache. Aber Google ist nicht mehr die Nummer 1 für mich. Da hole ich mir den Traffic lieber von den kleineren PPC Suchmaschinen wie Yahoo oder Miva. Dadurch, dass sich nämlich alle nur noch auf Google Adwords stürzen, sind die Chancen größer, dass man weitaus weniger Konkurrenz für Keywords vorfindet, die bei Adwords verboten teuer sind…


