Die Geschichte der Produkt-Launches und was auch im deutschen Markt möglich ist

Inspiriert durch einen Artikel von Siegmar Bührle über Product Launches, möchte ich hier auch einmal einen kleinen Einblick in das geben, was Sie zuletzt bei mir und vielen anderen Internet Marketern erlebt haben… in Bezug auf das Launchen von Produkten – auch denen von anderen Marketern als Affiliate.

Manche hassen diese Launches wegen der vielen Emails, andere lieben es, weil hier kostenlos vorgeführt wird, WIE man sein Produkt richtig launcht und weil man sieht, wieviele verschiedene Facetten es bei solch einem Launch geben kann – von “Soft” bis “Hart – (Hardcore – nicht sexuell gemeint)”, was sich auf Inhalt, Häufigkeit der Emails und Zeitpunkt des Aussendens bezieht.

Da ich ja jahrelang im US-Marketing tätig war und damit von Jan. 2003 – Ende 2008 “meine Brötchen” verdient habe, kann ich natürlich aus erster Hand von meinen eigenen Erfahrungen im Bezug auf solche Launches sprechen, da ich an vielen dieser großen Launches selber aktiv beteiligt war und Dutzende davon aber auch nur aus der Sicht des “einfachen Mailempfängers” erlebt habe.

Schon im August 2004 wurde es das erste Mal vorgeführt, wohin eine solch massive Präsenz in den Newslettern der anderen Marketer, der Joint Venture (JV)-Partner führen kann: Nämlich zu einem “1 Mio. Dollar Day” wie ihn John Reese als erster im Bereich Internet Marketing zelebrieren konnte (und wozu ich selber ca. $5000 beigetragen hatte – da war ich allerdings auch noch ein sehr “kleines Licht”). Bis dahin wurde ein solcher Zahltag für viele als unmöglich machbar bezeichnet.

Aber wie beim Sprint oder beim Hochsprung, wird es einfacher, sobald es der erste einmal geschafft hat, eine bestimmte Marke neu zu definieren. Sei es, dass man als erster die 100m unter 9.9 Sekunden läuft oder als erster die 2,40m überspringt. Wenn es einmal geschafft wurde, löst dies Blockaden bei denen, die noch nachkommen.

Nachdem es John Reese also das erste Mal geschafft hatte, einen solchen 1. Mio. Dollar Day hinzulegen, folgten viele weitere Internet Marketer, denen dies kurze Zeit später ebenfalls gelang. Der ungekrönte “König” in dieser Disziplin dürfte zweifellos Frank Kern (auch toller free Content auf seinem Blog) sein, der haargenau das in seinen Launches zelebriert, was Jeff Walker in seiner “Product Launch Formula” als “A und O” des Internet Marketing Productlaunches vorgegeben hat und was wirklich dafür sorgt, dass man den gröten Zahltag eines Lebens erleben kann… Übrigens Vorbild für Dr. Pott’s Blaupauseprodukt, das man auch bei Tobias Knoof’s Gewinnspiel kostenlos bekommen kann, aber dazu später mehr.

Dazu gehört, dass man in der Pre-Launch-Phase schon so viel guten Content abgibt, dass man eine gewisse Erwartungshaltung für das eigentliche Produkt weckt und was dieses zu leisten imstande ist. Dieser Pre-Launch wird meist schon mindestens 4 Wochen vorher eingeleitet, damit man die Anzahl der Emails pro Woche dafür deutlich entzerren kann. Und wenn dann die letzte Email dazu rausgeht, dann ist das Produkt “live” und der große Zahltag ist da.

Dieser kann, aufgrund des enormen Traffics, der innerhalb weniger Stunden auf den Server einprasselt, auch durchaus schon mal von massiven technischen Problemen begleitet werden, wenn etwas beispielsweise nicht klappt und die “heiß gemachten” Käufer dann alle 20 Sekunden ein Reload der Seite machen, um zu sehen, ob man das Produkt endlich kaufen kann.

Dieses Entzerren der Email-Sequenz hat leider bei dem Launch von Daniel Dirk’s Webvideocoaching (siehe meine Boni im vorletzten Blogpost), das ab heute Abend 18:00 Uhr nicht mehr verkauft wird, nicht allzu gut geklappt, wodurch fast alle 2-3 Tage Emails an die Listen der Partner rausgegangen sind – in einem Gesamtzeitraum von ca. 8 Tagen, was mir persönlich dann zum Teil auch schon zu viel des Guten war – auch, wenn es keine direkten Werbungen waren, sondern Links zu Videos und zu gutem Content, aber ich habe mich daran gehalten, weil es ein gutes Produkt ist, von dem ich auch selbst überzeugt bin und weil ich Daniel persönlich kennen- und schätzen gelernt habe.

Wenn ich persönlich ein Produkt als Partner promote, dann muss ich auch zu 100% dahinter stehen können. Ich kann es mir nicht leisten, Mist zu empfehlen, da dann das Vertrauen meiner Abonnenten komplett erschüttert wird und man dann bei neuen Produkten, die man selbst rausbringt oder wenn es neue Produkte befreundeter Marketer gibt, keine Verkäufe mehr generiert.

Wenn man als Abonnent auf fast allen Listen der Top-Internet-Marketer drauf ist, dann kann es einem wirklich irgendwann zu viel werden – das ist verständlich. Allerdings muss man dazu sagen, dass nur durch das Einhalten der Sequenz die maximalen Konversionen erreicht werden, was ja letzten Endes das Ziel der ganzen Sache ist. Das haben sowohl Ralf Schmitz mit seinem Autocash-System, als auch Heiko Häusler mit seinem Abo-Masterplan schon vorgemacht.

Die Wichtigkeit der Konversionsrate einer Website erklärt Heiko Häusler intensivst in seinem neuen Video mit Spitzentipps zu seinem kommenden Produkt “Conversionmasterplan“, das ich auch uneingeschränkt empfehlen kann, auch wenn ich wahrscheinlich nicht alle Emails so rausschicken werde, wie es von der Sequenz her vorgesehen ist, da man dies wirklich nicht jede Woche hintereinander machen kann, und ich Sie, lieber Leser, wirklich nicht verärgern will – denn ich habe ja gerade erst so viele Emails für Daniel’s Produkt rausgeschickt.

Aber schauen Sie sich das Video an, es wird sich auf jeden Fall lohnen, wenn Sie bereits selber Produkte online verkaufen und einfach noch zu wenig Umsatz machen. Es lohnt sich wirklich, die Links in den Emails auch anzuklicken, da, wie schon erwähnt, sehr hochwertiger Content schon VOR dem eigentlich Launch rausgegeben wird. Also alleine aus den Gratis-Videos kann man viel lernen.

Einen völlig anderen Weg geht hier jetzt aber meine guter Freund und Internet Marketing Kollege Tobias Knoof, der sein Pre-Launch als Gewinnspiel angelegt hat, das es wirklich in sich hat… Es werden nicht nur digitale Produkte angeboten, sondern auch komplette Kurse wie das Blaupause-Seminar und Zugänge zu Membership Sites. Ich selber habe auch einen Gold-Zugang zu ViralURL beigesteuert. Alles in allem summieren sich die Preise auf einen Gesamtwert von über  23.000 Euro.

Wie funktioniert das Gewinnspiel? Nun, man muss verschiedene Aktionen durchführen, wie das Bloggen über sein kommendes TrafficPrisma Produkt oder ein Tweet in seinem Twitter-Account posten. Hier kann man sehen, das Tobias wirklich sehr viel von den US-Marketern gelernt hat, denn dies ist virales Marketing auf höchstem Niveau! Denn nicht nur bekommt er so eine wahnsinnige Aufmerksamkeit, sondern er generiert tausende von neuen Subscribern fast per Autopilot.

Allerdings bedeutet es natürlich für diesen Zeitraum auch eine Menge an Mehrarbeit, da er die ganzen Bestätigungen über die gemachten Postings etc. kontrollieren muss und dann seine Lose verteilen muss. Das ist ein gewaltiger Aufwand, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich hundertfach für ihn auszahlen wird. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Art des Launches ebenfalls Schule machen wird, da man so das Produkt nicht direkt bewirbt, sondern sein kostenloses Gewinnspiel., das einen enormen Anreiz bildet, sich auf seiner Seite einzutragen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies zum größten Zahltag bisher für Tobias führen wird und ich wünsche ihm alles Gute hierfür!

8 Responses to “Die Geschichte der Produkt-Launches und was auch im deutschen Markt möglich ist”

  • Siegmar on 15. April 2010

    Hallo Detlev,

    VIELEN DANK, dass Du das Thema auch nochmals aufgegriffen hast.

    Wie Du ja geschrieben hast, geht Tobias einen völlig anderen Weg – und ich muss sagen einen tollen! Er macht das ganze zu einem richtigen Event und das kommt gut an. Das sieht man ja selbst auch in den Kommentaren in seinem Blog, zu den jeweiligen Artikeln.

    Viele Grüße
    Siegmar

  • dreimer on 15. April 2010

    Hallo Siegmar,

    Danke nochmal für die “Inspiration” zu meinem eigenen Artikel ;-) .

    Ja, es ist wirklich so, dass man im Internet Marketing nur wahrgenommen wird, wenn man es schafft, eine große Masse von Leuten gleichzeitig für sein Produkt zu faszinieren.

    Wenn ein neues Produkt nur von ein oder zwei anderen Leuten genannt wird, erreicht man beim Launch nur einen minimalen Bruchteil von dem, was dank der massiven Hebelwirkung dutzender von JV Partnern möglich ist.

    Viele JV Partner zu motivieren, schafft man wiederum nur mit außergewöhnlich guten Produkten und Konzepten, da der beste Pre-Launch nichts bringt, wenn hinterher jeder dritte Käufer sein Geld zurück will, weil das Produkt nichts taugt.

    Viele Grüße

    Detlev

  • Hallo Detlev

    Gute Zusammenfassung, danke! Du bist ja schon viele Jahre mit dabei, fokussierst Du Dich aktuell auf den deutschprachigen Markt oder bist Du noch im englischsprachigen Gebiet unterwegs?

    Und was mich interessieren würde bezüglich dem Mailversand: Welcher Zeitpunkt ist aus Deiner Warte am besten geeignet (Montag morgens um acht Uhr, Freitag Mittag,…), um viele Leute zu erreichen?

    Lieber Gruß und schönes Weekend,
    Reto

  • dreimer on 17. April 2010

    Hallo Reto,

    momentan bin ich nur im deutschsprachigen Markt tätig. Als ich Ende 2008 hineinwechselte, habe ich dann auch all meine engl. Websites und Projekte verkauft – an Frank Bauer begin_of_the_skype_highlighting     end_of_the_skype_highlighting übrigens ;-) .

    Was Zeiten für Mailings anbelangt, so gibt es da für mich nicht DEN Zeitpunkt. Aber da viele Leute tagsüber noch arbeiten, weil sie noch keine Vollzeitmarketer sind, tendiere ich immer dazu, meine Mails hauptsächlich nachmittags ab ca. 15 Uhr zu versenden.

    Wenn man nämlich zu früh rausschickt und die Leute sind auf vielen Listen, dann landet man ziemlich weit unten auf dem Stapel der noch zu lesenden Mails. Da bin ich dann lieber bei den aktuelleren Sachen dabei…

    Liebe Grüße und ebenfalls ein schönes Wochenende,

    Detlev

  • Danke Detlev, guter Punkt!

    Werde mal einen Test machen und sehen, ob Openrate und Clicks sich unterscheiden bei unterschiedlichem Versandzeitpunkt und gleichem Content.

    Cheers, Reto

  • [...] Reimer hat meine Steilvorlage sogar aufgegriffen und auf seinem Blog einen Bericht zum Thema „Die Geschichte der Produkt-Launches und was auch im deutschen Markt möglich ist“ veröffentlicht, den ich Ihnen empfehlen [...]

  • Weber Joerg on 20. April 2010

    Hallo,

    ich denke zwar das die ganzen Launches etwas nerven, aber da sind die Internetmarketer ja auch zum Teil selber Schuld. Warum legt man alles auf das Frühjahr? Im Februar habe ich zum Beispiel fast nichts mitgekriegt.

    Wobei diejenigen, die das ganze so nevt, daß Sie sich aus den Listen austragen wohl kaum die richtige Zielgruppe sind. Und die anderen dürften einiges an Mails gewohnt sein, so daß die dann eben die Produkte die Sie interessieren für sich aussuchen.

    Die anderen (in denen) Mails einfach löschen. So nevig sind ist es ja auch nicht wenn man mal ein paar Mails löschen muss.

    Grüsse
    Jörg

  • bernd on 25. August 2010

    Interessante Geschichte
    Ich werde mir diesen Weg des Product Launches offenhalten
    Danke gruß Bernd

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